Antisemitismus und Rechtsextremismus - Faktencheck für Schülerinnen und Schüler

 

Warum gab es die Hitler-Jugend? Ein neuer Kurzfilm erklärt die Fakten. Zeitzeugen aus Hannover erzählen erstmals seit dem Kriegsende packend und authentisch ihre Erlebnisse als Schüler und Hitlerjungen. Einfach oben klicken!



Nazi-Zeit in Hannover

Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen

Foto: J. Granitza

Nazi-Zeit in Hannover - warum soll mich das interessieren?
"Wer nichts weiß, muß alles glauben" schrieb Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach. Beim Lesen erkennst du, wohin "Nichtwissen" und "Alles glauben"  führen können:

Damals merkten nur wenige  Menschen, wie im Handumdrehen aus einer Demokratie eine menschenverachtende Diktatur entstand.

 

Du weißt Bescheid und kannst gegen extreme

 

Meinungen, gegen Antisemitismus und gegen "Nichtwissen"  mit Fakten argumentieren.

 

Warum Hannover?
Weil die Spuren der Nazi-Barbarei nicht irgendwo, sondern dort zu sehen sind, wo du wohnst.

 

Bei mir in der Nachbarschaft?
Würde mich schon interessieren, aber ....

 

... wenn ich zu faul bin zum Suchen?
Bequemer geht's nicht: Zum ersten Mal sind hier unterschiedliche Informationen über die NS-Zeit in Hannover aus Websites, Sachbüchern und Dokumentationen gesichtet und für jedermann verständlich und kompakt zusammengestellt worden.

Kann ich das für die Schule gebrauchen?
Du sparst langes Suchen. Das könnte bei der Vorbereitung eines Referats oder für Facharbeiten z. B. in Deutsch, Geschichte, Sozialkunde sehr nützlich sein.



 

NS-Zeit-Hannover.de im Fernsehen

Am 10.1. 2020 strahlte RTL Nord einen fünfminütigen Beitrag über diese Website aus.  -> Hier ansehen

 

Bericht der HAZ vom 27.8.2020: Am Ballhofplatz  sind immer noch unkommentiert Inschriften aus der Nazi-Zeit zu lesen. Auf einem Kapitell am ehemaligen Spittahaus prangen seit 75 Jahren die Sig-Rune und die Wolfsangel - beides längst verbotene Nazi-Symbole.

"Wir jungen haben die Aufgabe ..." - von wem stammt der anonyme Spruch am Ballhofgebäude in Hannover?

Das fragen sich seit Ende des 2. Weltkriegs Experten und Besucher des Ballhofplatzes. Die Gebäude um den historischen Ballhof hatten die Nationalsozialisten 1939 mit je einem Heim für die Hitler-Jugend und für den Bund Deutscher Mädel errichtet. Das Rätsel des anonymen Spruchs am ehemaligen BDM-Gebäude (Spittahaus) wurde jetzt gelöst: Urheber ist wohl ein Vordenker der völkischen Bewegung und der Jugendbewegung, ein gefeierter Dichter des Nationalsozialismus und ein aggressiver Antisemit...

Hier ansehen -> "Ballhofgebäude"




"Das ist eine neue Recherchemöglichkeit für meine Schüler!"

10 Lehrerinnen und Lehrer trafen sich auf Einladung der Leibniz-Universität am 3.3. 2020 zur einer Lehrerfortbildung "NS-Zeit in Hannover" in der Jüdischen Bibliothek Hannover.

Auf die Frage "Was interessiert Sie an diesem Thema?" wurde am häufigsten genannt:


"Als Pädagoge möchte ich mehr wissen darüber, was in der NS-Zeit in der Region Hannover geschah" und "Mit Beispielen der zahllosen Nazi-Verbrechen in und um Hannover könnte der Geschichtsunterricht in den 8., 9. und 10 Klassen viel lebendiger, anschaulicher und nachhaltiger gestaltet werden".

 

Von der Machtübernahme der Nazis bis zum Massenmord auf dem Seelhorster Friedhof - die Liste der Spuren von Nazi-Verbrechen in der  Region Hannover ist lang.

 

Eine Berufsschullehrerin: "Nach der Einführung in die Website NS-Zeit-Hannover.de sehe ich viele Plätze in meiner Stadt aus einem anderen Blickwinkel".

 

"Hier wurde Konkretes zur Lokalgeschichte lesefreundlich aufgearbeitet", äußerte ein Deutschlehrer. "Leichter Zugang und leichte 

Recherchemöglichkeiten für die Schüler*innen" - das hat uns bisher gefehlt!", war das übereinstimmende Ergebnis des Fortbildungsnachmittags.

Interessierte Lehrerinnen und Lehrer in der Jüdischen Bibliothek Hannover: Was geschah zur NS-Zeit in Hannover - "direkt vor der Haustür"?

"Was würden Sie sich zum Thema NS-Zeit in Hannover noch wünschen?" Auf diese Frage gab es generell zwei Antworten: viele Teilnehmer würden gern mit ihren Schülern an thematischen Stadtführungen teilnehmen - zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Und an zweiter Stelle: Die Redaktion sollte Videos mit Zeitzeugen-Interviews zur NS-Zeit in Hannover auf die Website stellen.

Wo waren die sieben Konzentrationslager in Hannover?

Suche nach den  Spuren der Nazi-Verbrechen in der Region Hannover.


Eine Besichtigung der Synagoge der Liberalen Jüdischen Gemeinde mit der Jüdischen Bibliothek  rundete den Nachmittag ab.





Besuchermeinungen

"Die Web-Seite NS-Zeit-Hannover.de zeigt an zahlreichen Beispielen, dass die Herrschaft der Nationalsozialisten keine abstrakte Historie ist, sondern in der eigenen Stadt bis weit in die Gesellschaft hinein wirksam war. Damit leistet die Web-Seite im besten Sinne Aufklärungsarbeit zu vielen bisher unbekannt gebliebenen Ereignissen und längst vergessenen Personen der Zeit des Nationalsozialismus in Hannover. Für Bildung und Weiterbildung findet sich hier eine informative und faktenreiche Quelle, die ein dunkles Kapitel hannoverscher Geschichte erhellt."
Dipl.-Päd. Thomas Bertram, Zentrale Einrichtung für Weiterbildung der Leibniz Universität Hannover

 

"Der Nationalsozialismus ist ein wesentlicher Teil deutscher Geschichte mit weltweiten Auswirkungen, der zunehmend nur noch als Abstraktum oder sogar als „negativ Episode“ wahrgenommen wird. Das, was betrifft, berührt - fördert Wissensdrang, Empathie und Handlungen. Die Website ermöglicht Schüler*innen einen leichten und informativen

 

 

 

 Zugang zur Regionalgeschichte und konfrontiert mit einem unmittelbar feststellbaren Bezug zur eigenen Wirklichkeit, sodass „Bewusst-werden“ Bewusstsein und demokratische Haltung fördern kann und sollte." Julia Granitza, Sophienschule Hannover

 

"Als Pädagoge an der Gedenkstätte Wolfenbüttel und praktizierender Lehrer finde ich die Idee hinter ihrer Homepage sehr lobenswert und werde sie auch meinen Schüler*innen ans Herz legen."
Robert Heldt

 

"Wissen + Verstehen = Anwenden!" ist ein gelungener didaktischer Ansatz zur Information über die Diskrimierung in der NS-Zeit. Da es kaum noch Zeitzeugen gibt, die authentisch über ihre Erlebnisse berichten können, brauchen junge Menschen einen Zugang zu den damaligen Ereignissen, wie die Homepage NS-Zeit-Hannover.de ihn gelungener Weise bietet. Als ehemalige Politiklehrerin ist mir auch der Bezug zu rechtsradikalen Tendenzen heute wichtig."  Brigitte Helm, ehemalige Studiendirektorin der Sophien-Schule



 

 

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