Antisemitismus und Rechtsextremismus - Faktencheck für Schülerinnen und Schüler

 

Neu: Die erste Dokumentation Hitler-Jugend in Hannover

In der Berichterstattung über die Nazi-Zeit klaffte bisher eine große Lücke: noch nie wurde die Erziehung der Jugend zum Nationalsozialismus in Hannover untersucht. Jetzt gibt es auf dieser Website die erste ausführliche Dokumentation:

Wie gelang es den Nazis in Hannover fast 60.000 junge Menschen zwischen 10 und 18 Jahren für Militarismus und für Antisemitismus zu begeistern? Wie verhielten sich hannoversche Lehrer und Schulen? Was bedeuteten der Bund Deutscher Mädel und "Glaube und Schönheit" für Mädchen und junge Frauen? Welchen Widerstand leisteten die "Schniegels" in Hannover? Wie wurden 17-Jährige zum Soldatwerden und /-sein gezwungen? Mußten Schüler als Flakhelfer in Hannover für den "Führer" sterben?

Mehr unter: Neu: Hitler-Jugend Hannover

Foto: Militär-Parade der Hitler-Jugend zur Einweihung der 1939 errichteten Heime für die Hitler-Jugend und für den Bund Deutscher Mädel am Ballhofplatz in Hannover. Historisches Museum Hannover, Hauschild-Archiv, 055472_120256



Nazi-Zeit in Hannover

Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen

Foto: J. Granitza

Nazi-Zeit in Hannover - warum soll mich das interessieren?
"Wer nichts weiß, muß alles glauben" schrieb Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach. Beim Lesen erkennst du, wohin "Nichtwissen" und "Alles glauben"  führen können:

Damals merkten nur wenige  Menschen, wie im Handumdrehen aus einer Demokratie eine menschenverachtende Diktatur entstand.

 

Du weißt Bescheid und kannst gegen extreme

 

Meinungen, gegen Antisemitismus und gegen "Nichtwissen"  mit Fakten argumentieren.

 

Warum Hannover?
Weil die Spuren der Nazi-Barbarei nicht irgendwo, sondern dort zu sehen sind, wo du wohnst.

 

Bei mir in der Nachbarschaft?
Würde mich schon interessieren, aber ....

 

... wenn ich zu faul bin zum Suchen?
Bequemer geht's nicht: Zum ersten Mal sind hier unterschiedliche Informationen über die NS-Zeit in Hannover aus Websites, Sachbüchern und Dokumentationen gesichtet und für jedermann verständlich und kompakt zusammengestellt worden.

Kann ich das für die Schule gebrauchen?
Du sparst langes Suchen. Das könnte bei der Vorbereitung eines Referats oder für Facharbeiten z. B. in Deutsch, Geschichte, Sozialkunde sehr nützlich sein.



NS-Zeit-Hannover.de im Fernsehen

Am 10.1. 2020 strahlte RTL Nord einen fünfminütigen Beitrag über diese Website aus.

 

Frage Dich selbst!

-> Quiz:

Bin ich ein Populist?




Heisterbergschule - Unterricht ganz anders, hautnah und fesselnd:

Geschichtslehrerin Natalie Felus startete am 10.1. 2020 mit Schüler*innen der Klasse 10 c ganz anders in das Thema Nationalsozialismus: sie wollte über Naziverbrechen sprechen - nicht irgendwo, sondern dort, wo es junge Menschen am stärksten berührt - am eigenen Wohnort in Ahlem und Hannover. Was geschah "vor meiner Haustür"?  Wo kann ich die Spuren der Nazi-Verbrechen heute noch finden? Wer waren die Opfer? Wer waren die Täter?

 

 

Warum gibt es die Website NS-Zeit-Hannover.de?

Für die Einführung ins Thema hatte sie einen Kenner der NS-Geschichte in Ahlem/Hannover,  den Redaktionsleiter der ehrenamtlichen Website "NS-Zeit-Hannover.de“, in den Unterricht gebeten. Dietmar Geyer zeigte an Hand von knappen Charts und fesselnden Bildern auf, wie die weit zurückliegende NS-Zeit für Schüler*innen im Geschichtsunterricht (Religion, WuN) plötzlich

 

 

Die  Spuren der Nazi-Verbrechen sind noch überall in Ahlem/Hannover zu finden.

hochinteressant werden kann – wenn ausgewählte Beispiele die Spuren der unfassbaren Verbrechen der Nazi-Diktatur in unmittelbarer Nähe zum Wohnort

 

zeigen.  Dann stellen sich automatisch Fragen: Warum? Könnte das heute hier wieder geschehen?

 

Während des Unterrichts im Netz surfen, dieser Aufforderung von Geschichtslehrerin Natalie Felus folgten die Schüler*innen nur allzu gern.

Im zweiten Teil der Präsentation und Diskussion recherchierten die Teilnehmer im PC-Raum der Heisterbergschule selbst im Netz zum Thema NS-Zeit in Hannover/Ahlem.

 

Antworten auf Fragen wie „Was war neu für mich?“  und „Was sehe ich jetzt anders?“

In der anschließenden Reflexion wurde auf vorbereiteten Notizzetteln von jedem einzelnen Teilnehmer berichtet: "Was war neu für? Was hat  mich beeindruckt? Was sehe ich jetzt anders?" Und: "Das würde ich mir noch wünschen!"

 

 

 

Beispiel des Fragebogens, den alle Schüler*innen am Ende der Reflexion gern ausfüllten.



Tipp für interessierte Schüler*innen und Lehrkräfte: Dietmar Geyer kommt gern auch in Eure/Ihre Schule. Mail: NS-Zeit-Hannover@web.de



Besuchermeinungen

"Die Web-Seite NS-Zeit-Hannover.de zeigt an zahlreichen Beispielen, dass die Herrschaft der Nationalsozialisten keine abstrakte Historie ist, sondern in der eigenen Stadt bis weit in die Gesellschaft hinein wirksam war. Damit leistet die Web-Seite im besten Sinne Aufklärungsarbeit zu vielen bisher unbekannt gebliebenen Ereignissen und längst vergessenen Personen der Zeit des Nationalsozialismus in Hannover. Für Bildung und Weiterbildung findet sich hier eine informative und faktenreiche Quelle, die ein dunkles Kapitel hannoverscher Geschichte erhellt."
Dipl.-Päd. Thomas Bertram, Zentrale Einrichtung für Weiterbildung der Leibniz Universität Hannover

 

"Der Nationalsozialismus ist ein wesentlicher Teil deutscher Geschichte mit weltweiten Auswirkungen, der zunehmend nur noch als Abstraktum oder sogar als „negativ Episode“ wahrgenommen wird. Das, was betrifft, berührt - fördert Wissensdrang, Empathie und Handlungen. Die Website ermöglicht Schüler*innen einen leichten und informativen

 

 

 

 Zugang zur Regionalgeschichte und konfrontiert mit einem unmittelbar feststellbaren Bezug zur eigenen Wirklichkeit, sodass „Bewusst-werden“ Bewusstsein und demokratische Haltung fördern kann und sollte." Julia Granitza, Sophienschule Hannover

 

"Als Pädagoge an der Gedenkstätte Wolfenbüttel und praktizierender Lehrer finde ich die Idee hinter ihrer Homepage sehr lobenswert und werde sie auch meinen Schüler*innen ans Herz legen."
Robert Heldt

 

"Wissen + Verstehen = Anwenden!" ist ein gelungener didaktischer Ansatz zur Information über die Diskrimierung in der NS-Zeit. Da es kaum noch Zeitzeugen gibt, die authentisch über ihre Erlebnisse berichten können, brauchen junge Menschen einen Zugang zu den damaligen Ereignissen, wie die Homepage NS-Zeit-Hannover.de ihn gelungener Weise bietet. Als ehemalige Politiklehrerin ist mir auch der Bezug zu rechtsradikalen Tendenzen heute wichtig."  Brigitte Helm, ehemalige Studiendirektorin der Sophien-Schule



 

 

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