Antisemitismus und

Rechtsextremismus -

 

Faktencheck für Schülerinnen und Schüler

 



Es geschah in Hannover... unmittelbar "vor unserer Haustür"

1 Konzentrationslager in Ahlem, Langenhagen, Limmer, Misburg, Mühlenberg, Stöcken --> Konzentrationslager
2 Bücherverbrennung in den Maschwiesen --> Bücher brennen
3 Pogrom: Nacht der Plünderung, Zerstörung und des Mordens --> Pogrom-Nacht
4 Bund Deutscher Mädel: Zopf tragen und dem Führer später viele Kinder schenken --> BDM
5 Friedhof Seelhorst: 154 Menschen von der Gestapo erschossen und verscharrt  --> Massenmord
6 Nazi-Täter in Hannover. Nur wenige wurden bestraft --> Täter
7 Hitler-Jugend: Begeistert, verführt und betrogen --> Hitler-Jugend     --> Filme Zeitzeugen
8 Transport von Hannover aus in den Tod für tausende Frauen, Männer und Kinder --> Deportationen
9 Swing-Jugend in Hannover: sie widersetzten sich den Nazis und mußten dafür büßen --> Film Swing-Jugend
10 Hitler ließ bombastische Gebäude für die Gau-Hauptstadt Hannover planen --> Gauforum

 

 


Neu:

Video BDM in Hannover 1933 - 1945


Zopf tragen und "dem Führer später viele Kinder schenken."
In diesem 8-Minuten kurzen Video wird gezeigt, wie junge Mädchen vom Nazi-Regime manipuliert wurden. Statt gleichberechtigt zu Jungen zu sein,  sollten sie auf eine einzige Rolle festgelegt werden: Möglichst viele Kinder zu gebären als "Nachschub" für künftige Kriege.
Mehr zum Bund Deutscher Mädel in Hannover:

-> Hier klicken!



Nazi-Zeit in Hannover

Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen

Foto: J. Granitza

Nazi-Zeit in Hannover - warum soll mich das interessieren?
"Wer nichts weiß, muß alles glauben" schrieb Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach. Beim Lesen erkennst du, wohin "Nichtwissen" und "Alles glauben"  führen können:

Damals merkten nur wenige  Menschen, wie im Handumdrehen aus einer Demokratie eine menschenverachtende Diktatur entstand.

 

Du weißt Bescheid und kannst gegen extreme

 

Meinungen, gegen Antisemitismus und gegen "Nichtwissen"  mit Fakten argumentieren.

 

Warum Hannover?
Weil die Spuren der Nazi-Barbarei nicht irgendwo, sondern dort zu sehen sind, wo du wohnst.

 

Bei mir in der Nachbarschaft?
Würde mich schon interessieren, aber ....

 

... wenn ich zu faul bin zum Suchen?
Bequemer geht's nicht: Zum ersten Mal sind hier unterschiedliche Informationen über die NS-Zeit in Hannover aus Websites, Sachbüchern und Dokumentationen gesichtet und für jedermann verständlich und kompakt zusammengestellt worden.

Kann ich das für die Schule gebrauchen?
Du sparst langes Suchen. Das könnte bei der Vorbereitung eines Referats oder für Facharbeiten z. B. in Deutsch, Geschichte, Sozialkunde sehr nützlich sein.



Klasse 9 b der Leonore-Goldschmidt-Schule:                                                     "Es gab hier ein Konzentrationslager der Nazis"

 

Knapp 1000 Schritte  von der Leonore-Goldschmidt-Schule entfernt lag in Mühlenberg von Februar bis April 1945 ein Konzentrationslager für 500 jüdische Häftlinge aus Auschwitz. Klassenlehrer*in Marie Lassan und Matthias Meyer nahmen dies zum Anlass, über den Holocaust – die  Ermordung von 6 Millionen jüdischer Männer, Frauen und Kinder – durch die Nationalsozialisten zu sprechen.

 

 

Die IGS Leonore-Goldschmidt-Schule ist die größte Schule in Hannover.

 

In der Projektwoche ab 21. Juni 2021  liefen die Schüler*innen der 9 b zum Beispiel den 3 km langen Weg ab, den die ausgemergelten und halb verhungerten Häftlinge jeden Tag auf dem Weg zur Hanomag zurücklegen mussten, um dort Flugabwehrgeschütze zu produzieren.

 

Die Klassenlehrer*in der 9 b stießen mit dem Holocaust auf großes Interesse der 14- bis 16-Jährigen.

 

 

Am Weg suchten die Schüler*innen  nach Straßenschilder, die an Widerstandskämpfer gegen die Nazis erinnern.

"40 % der Jugendlichen wissen nichts über den Holocaust" - in einem Einführungsvortrag stellte die Redaktion von NS-Zeit-Hannover.de an Beispielen vor, wie bequem es für viele Menschen war, die wenigen Juden auf der Welt blind für alles verantwortlich zu machen: z.B. im Mittelalter für die Pest und heute für Corona.  Die Schüler*innen erfuhren, welche Gefahren sich heute wieder durch Rechtsextremismus und Populismus eröffnen, woraus der Antisemitismus von Christen, Muslimen,  „Querdenkern“ besteht und wie gedankenlos manche Jugendliche das Wort Jude als Schimpfwort benutzen.

 

 

Wie wurden jüdische Menschen  drangsaliert und ermordet? Interview nach der Diskussion.

 

 

In der anschließenden Reflexion äußerten die 14- bis 16-Jährigen, was sie sich besonders vornehmen wollen: Mit dem erworbenen Wissen gegen Judenhass im Freundes- und Bekanntenkreis argumentieren.

 

 

Wo gibt es noch Infos im Netz? Auf YouTube-NS-Zeit-Hannover zum Beispiel finden Schüler*innen Zeitzeugenberichte.

 

Es folgte ein Besuch der Synagoge der Liberalen Jüdischen Gemeinde in Hannover.  Mit Hilfe von Interviews und Zeitzeugenberichten sollen in der Projektwoche von den Schüler*innen Teile für einen zukünftigen Audiowalk im Stadtteil Mühlenberg erstellt werden.

 






Besuchermeinungen

"Die Web-Seite NS-Zeit-Hannover.de zeigt an zahlreichen Beispielen, dass die Herrschaft der Nationalsozialisten keine abstrakte Historie ist, sondern in der eigenen Stadt bis weit in die Gesellschaft hinein wirksam war. Damit leistet die Web-Seite im besten Sinne Aufklärungsarbeit zu vielen bisher unbekannt gebliebenen Ereignissen und längst vergessenen Personen der Zeit des Nationalsozialismus in Hannover. Für Bildung und Weiterbildung findet sich hier eine informative und faktenreiche Quelle, die ein dunkles Kapitel hannoverscher Geschichte erhellt."
Dipl.-Päd. Thomas Bertram, Zentrale Einrichtung für Weiterbildung der Leibniz Universität Hannover

 

"Der Nationalsozialismus ist ein wesentlicher Teil deutscher Geschichte mit weltweiten Auswirkungen, der zunehmend nur noch als Abstraktum oder sogar als „negativ Episode“ wahrgenommen wird. Das, was betrifft, berührt - fördert Wissensdrang, Empathie und Handlungen. Die Website ermöglicht Schüler*innen einen leichten und informativen

 

 

 

 Zugang zur Regionalgeschichte und konfrontiert mit einem unmittelbar feststellbaren Bezug zur eigenen Wirklichkeit, sodass „Bewusst-werden“ Bewusstsein und demokratische Haltung fördern kann und sollte." Julia Granitza, Sophienschule Hannover

 

"Als Pädagoge an der Gedenkstätte Wolfenbüttel und praktizierender Lehrer finde ich die Idee hinter ihrer Homepage sehr lobenswert und werde sie auch meinen Schüler*innen ans Herz legen."
Robert Heldt

 

"Wissen + Verstehen = Anwenden!" ist ein gelungener didaktischer Ansatz zur Information über die Diskrimierung in der NS-Zeit. Da es kaum noch Zeitzeugen gibt, die authentisch über ihre Erlebnisse berichten können, brauchen junge Menschen einen Zugang zu den damaligen Ereignissen, wie die Homepage NS-Zeit-Hannover.de ihn gelungener Weise bietet. Als ehemalige Politiklehrerin ist mir auch der Bezug zu rechtsradikalen Tendenzen heute wichtig."  Brigitte Helm, ehemalige Studiendirektorin der Sophien-Schule



 

 

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